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Jamlitz

Allgemeines

Ortsteile:
  • Leeskow
  • Ullersdorf
Bewohnte Gemeindeteile:
  • Mochlitz
Fläche in km²: 42,8
Einwohnerzahl: 525 (Stand: 30.06.2016)

Bürgermeister & Vertreter

Ehrenamtlicher Bürgermeister
  • Herr Wilfried Götze
Gemeindevertreter
  • Herr Detlef Bromm
  • Frau Elona Grätz
  • Herr Reinhard Lanzky
    ...
Ehrenamtlicher Bürgermeister
  • Herr Wilfried Götze
Gemeindevertreter
  • Herr Detlef Bromm
  • Frau Elona Grätz
  • Herr Reinhard Lanzky
  • Frau Petra Schaar
  • Herr Jürgen Schölzke
  • Herr Erhard Siegel
  • Herr Hans-Joachim Wolf 
Ortsvorsteher
  • Ortsteil Leeskow: Herr Erhard Siegel
  • Ortsteil Ullersdorf: Herr Reinhard Lanzky

Sprechzeiten des ehrenamtlichen Bürgermeister:
nach Terminabsprache unter Telefon 033671 30566

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Die Gemeinde Jamlitz

Jamlitz mit dem Gemeindeteil Mochlitz mit seinen 430 Einwohnern ist die größte der kleinen Gemeinden im östlichen Teil des Amtes Lieberose/Oberspreewald ...
Jamlitz mit dem Gemeindeteil Mochlitz mit seinen 430 Einwohnern ist die größte der kleinen Gemeinden im östlichen Teil des Amtes Lieberose/Oberspreewald. Sie bildet zugleich die Peripherie zum Landkreis Spree-Neiße. Durchzogen wird der Ort von der B320. Die wichtigste Verkehrsader, die 1876 erbaute Bahnlinie Frankfurt/Oder - Cottbus, wurde 1996 still gelegt. Hier endet auch die 1960 eingestellte Spreewaldbahn.

Seine landschaftliche Prägung erhielt der Ort durch die Eiszeit. Sie formte den Landstrich als Teil des ostbrandenburgischen Heide- und Seengebietes mit Sanderflächen und dem Typ von Rinnenseen, wie dem kristallklaren Schwansee, dem idyllischen Radduschsee und dem lauschigen Byhletal. Noch zum Guben-Lieberoser Höhenland gehörend, sieht man den Ort mit dem Schäferteich wie in einem Talkessel liegend.

Diese Lage hat dem Dorf wohl auch seinen Namen gegeben. Er ist aus dem slavischen "jamnica" gebildet und kann mit "ein in der Grube oder Vertiefung liegender Ort" gedeutet werden. Urkundlich erstmals erwähnt wird er 1302. 1517 wurden die von der Zauche mit Jamlitz belehnt. 1590 als Pfand von Richard von der Schulenburg auf Lieberose erworben, gehörte es zu der Herrschaft Lieberose bis Mitte des 19. Jahrhunderts.
 
Mit den Gewerbezweigen Brauerei, Glashütte, Sägewerk setzte dann eine Zeit der Prosperität ein, die durch die Verkehrsanbindung an Frankfurt/Oder und Cottbus verstärkt wurde. Dominierend und anziehend geblieben sind Forst- und Fischwirtschaft. An den Schlaubefischteichen und der Forellenanlage kann man ausgezeichnet angeln. Die Forellenanlage ist verpachtet an den Fischerei-Ingenieur Cornelius Teubner (Telefon 033671-2478). In keiner Richtung verlässt das Grün der Laub- und Nadelbäume den Ort. Diese Romantik hat sich Jamlitz bis in die Gegenwart bewahrt. Wer am Ostrand entlang des Splau-Fließes und der von diesem gespeisten Mühlen-, Schenker-, Meiers- und Chausseeteich westlich um den Radduschsee wandert, oder südlich um den Schäferteich zum Byhlefließ hin mit der Forellenanlage das schöne Byhletal durchstreift, der empfindet Wohlgefallen. Ob Wanderer, Spaziergänger, Angler, Jäger, Pilzsucher oder Naturfreund, sie all können hier innere Erbauung finden und zudem noch Köstlichkeiten mitnehmen.

Zur Schmach und zum Leidwesen der Gemeinde legte sich mit dem Bau eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen und der Vernichtung tausender Häftlinge beim Bau eines SS-Truppenübungsplatzes ein düsterer Schatten auf den Ort. Die Umnutzung des Lagers für Internierte durch die sowjetische Besatzung führte zur Fortsetzung des Weges in Leid und Tod für Tausende. Eine Gedenksteinecke, der Waldfriedhof für Opfer des Internierungslagers, das Mahnmal und die Gedenkstätte für die Opfer des KZ in Lieberose sind stille Orte der Trauer und Einkehr.
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Der Ortsteil Leeskow

'Leeskow', in seiner frühesten Geschichte nicht erwähnenswert, im späteren Mittelalter urkundlich erwähnt als "Zankapfel" bei Grenzstreitigkeiten zur Besitzstandswahrung zwischen verschiedenen Adelslinien ...
'Leeskow', in seiner frühesten Geschichte nicht erwähnenswert, im späteren Mittelalter urkundlich erwähnt als "Zankapfel" bei Grenzstreitigkeiten zur Besitzstandswahrung zwischen verschiedenen Adelslinien, im zwanzigsten Jahrhundert vom Militär, der Waffen-SS des sogenannten "Dritten Reiches", nach seinem Zusammenbruch 1945 von seinen Besiegern, der Roten Armee der Sowjetunion, defakto von der Landkarte gestrichen, von den verschiedensten gesellschaftlichen Administrationen des 20. Jahrhunderts vernachlässigt und nicht wahrgenommen, aber dennoch durch seine stolzen, selbstbewussten und zielstrebigen Einwohner, Frauen und Männer, Töchter und Söhne bis in das 21. Jahrhundert den Status als freie märkische Gemeinde gewahrt, das ist Leeskow und soll es für immer bleiben.
 
Leeskow ist von seiner Anlage ein typisches Angerdorf, mit einem großen freien Dorfanger (zusammenhängend 3,1 ha), zentralem Dorfteich und in Nähe des Schwansees gelegen. Mitte des 15. Jahrhunderts sollen nach alten Überlieferungen, allerdings urkundlich nicht nachweisbar, die ersten Ansiedlungen auf dem heutigen Gemeindegebiet erfolgt sein. Heute stellt sich der Ort mit ca. 100 Einwohnern über mindestens vier Generationen als ein typisches brandenburgisches Kleindorf dar. Der Ort liegt vollständig umschlossen von Acker und Wald mit insgesamt ca. 800 ha zwischen Lübben und Eisenhüttenstadt sowie zwischen Guben und Beeskow am westlichen Rand des Natur-Parks Schlaubetal, unweit von Lieberose. Der bereits erwähnte Schwansee ist für die nähere Umgebung zwischen Frankfurt/Oder und Cottbus, ein beliebter Badesee, aber auch für Insider aus dem Raum Berlin und tatsächlich bis aus dem Ruhrgebiet und Hamburg ein wegen seiner noch fängigen kapitalen Karpfen, Hechte und Zander gern besuchter Angelsee.
 
Bis 1990 war die arbeitsfähige Einwohnerschaft überwiegend in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Bauhaupt- und Nebengewerbe beschäftigt. Heute sind keine typischen Berufsgruppen auszumachen. Kennzeichnend für die kleine Gemeinde sind weite Wege zu den Arbeitsstätten, aber Relaxen und Erholung beginnt bereits einen Schritt vor der Haustür. Der größte Schatz des kleinen Ortes sind seine Einwohner, zurückhaltend freundlich, geschwätzig, hilfsbereit, für alles Neue und Fremde skeptisch aufgeschlossen, mit ruhiger aber durchaus auch spitzer Zunge, wissend wo es lang geht, ein bisschen bockig, ein bisschen zänkisch, aber dennoch lieb und herzlich, eben wie eine große Familie.
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Der Ortsteil Ullersdorf

Zum ersten Mal taucht der Ort Ullersdorf auf Urkunden zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert auf ...
Zum ersten Mal taucht der Ort Ullersdorf auf Urkunden zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert auf. In diesen Aufzeichnungen stand, dass ein Lehngut des Klosters Neuzelle mit dem Besitzer "Hans von Schönemark" in der Gemeinde bestand. Damals wohnten wohl 250 Menschen hier, 26 Häuser gab es. Nächster Besitzer war "Hans von Josch", der nicht nur das Rittergut in Ullersdorf sondern auch den Ort Mochlitz erwarb. Nach dessen Tod kaufte ein gewisser "Wiesener", Hofrichter beim Grafen von der Schulenburg zu Lieberose, das Gut. Anfang des 19. Jahrhunderts war der Klosterverwalter Eifler der Besitzer, um 1810 ging das Gut in Eigentum des Klosters Neuzelle über. Seit dem gehört das Ullersdorfer Gut zum Stift Neuzelle.
 
1929 wurde das Dorf elektrifiziert, zehn Jahre später die Bahnstation Ullersdorf-Schwansee eingeweiht, die leider in den 90er Jahren geschlossen wurde. Im Frühjahr 1960 ist die damalige Klassenschule zur Vier-Klassen-Schule umgebildet worden, 1969 wurde diese dann völlig aufgelöst. An die zentrale Trinkwasserversorgung ist Ullersdorf seit 1978 angeschlossen.Das ehemalige Gutshaus in der Bahnhofstraße ist eines der ältesten Gebäude in Ullersdorf. In Ullersdorf leben ca. 140 Einwohner. Wer hierher kommt, muss Abgeschiedenheit und Natur lieben. Und den Schwansee, um den die Ullersdorfer zu beneiden sind. Beeskower, Lieberoser und weiter gereiste Gäste kommen im Sommer zum Baden. In Ullersdorf befindet sich eine Gaststätte und eine Pension. Zweimal in der Woche kommen ein Bäcker und ein Fleischer. Der ehemalige Konsum ist geschlossen.
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